Neuraltherapie Ausbildung

Die Neuraltherapie ist ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, bei dem spezielle Injektionspräparate zur Anwendung kommen, um Erkrankungen aufzuspüren, Schmerzen zu lindern und Krankheiten zu heilen.

Die Lokalanästhetika Procain und Lidocain dürfen nur noch bis 2% und intracutan verwendet werden. Die Vielzahl alternativer hochwirksamer Präparate, welche auch in tiefere Schichten verabreicht werden dürfen, ermöglichen weiterhin den Einsatz dieser bewährten Therapieform.

Der Arzt Ferdinand Huneke prägte den Begriff Sekundenphänomen durch die Entdeckung, Beschwerden durch Injektionen in eine Körperregion zu behandeln, die von der eigentlichen Erkrankung entfernt liegt. Damit begründete er eine neue Therapieform.

Die Neuraltherapie hat sich vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien verbreitet. Teile der Effekte der Neuraltherapie halten Einzug in die konventionelle Medizin als Methode zur reinen Schmerzbehandlung.

Auf zwei Grundsätze stützt sich die Neuraltherapie nach Huneke:
Störfeldtheorie (Herd- oder Fokaltheorie) sowie Segmenttheorie.

Die Störfeldtheorie geht von der Annahme aus, dass krankhafte Prozesse oder Verletzungen, Entzündungen oder Narben in einem Organ störende Einflüsse auf andere Organe haben können. Der Organismus versucht derartige Störfelder auszugleichen. Bleiben sie jedoch zu lange bestehen, kann ein organisches Leiden entstehen.

Die Segmenttheorie geht davon aus, dass nervale Verbindungen zwischen den Organen und der Haut existieren. Es wird jedem Körperabschnitt eine bestimmte Hautzone zugeordnet. Eine Überempfindlichkeit in einer dieser Zonen kann auf eine Erkrankung in dem dazugehörigen inneren Organ zurückgeführt werden, die durch Injektionen in die Haut behandelt, gelindert oder geheilt wird.

Neuraltherapie wird in freien Praxen von Allgemeinmedizinern, Orthopäden, Kurkliniken und Heilpraktikern durchgeführt.

Der hohe fachliche und inhaltliche Anspruch des Kurses befähigt Sie, dieses Therapieverfahren erfolgreich, wertvoll und verantwortungsbewußt einzusetzen.

Der Ausbildungsleiter ist Herr Bernhard Riemer, der sich als vormals langjähriger Vorsitzender des ACON e. V (Arbeitsgemeinschaft für Chiropraktik/Osteopathie und Neuraltherapie) und Gründer des Arbeitskreises Berlin durch langjährige Praxiserfahrung und hoch qualifiziertes Fachwissen auszeichnet.

Inhalt:

  • Geschichte der Neuraltherapie
  • Grundlagen der Technik der Neuraltherapie
  • Neue Verordnung ab 2006 über Lokalanästhetika
  • Pharmakologie der Neuraltherapeutika
  • Verwendung alternativer Injektionspräparate
  • Segmenttherapie (Quaddeltechnik)
  • Herddiagnostik und Herdtherapie
  • Indikationen/Kontraindikationen

Kursdauer:
4 Wochenenden

Wochenend-Blockkurs
Samstag 10:00-18:00 Uhr, Sonntag 10:00-17:00 Uhr

Teilnehmeranzahl: 6-15