Die historische Entwicklung des Qi Gong zeigt viele Veränderungen in Inhalt und Zielsetzungen. Die größten Einflüsse kamen aus dem Daodejing, dem Konfuzianismus, dem Buddhismus und den Kampfkünsten.
Der Konfuzianismus ist eine Tradition des Konfuzius (551 vor Chr. geboren aus einem Adelsgeschlecht) und seiner Schüler und wird auch Rujia genannt: Schule der Gelehrten.
Konfuzius traf wohl 496 v.Chr. den Philosophen Lao-Tse (geb. nach 600 vor Chr.), der als Begründer des Daodejing gilt.
Der Chan-Buddhismus ( t;Chan aus dem Sanskrit Dhyana, begründet von Bodhidharma (Begründer des Kung Fu) 480 und 520 nach Chr. ins Chinesische übertragen) wurde von Mönchen verbreitet und in Japan im 12. Jahrhundert unter ZEN bekannt.
Insgesamt lassen sich keine Trennlinien ziehen, da zu allen Zeiten verschiedenste Strömungen ineinander flossen. Ein Fragment, als Alter datiert auf 2.500 Jahre, zeigt 44 Menschen bei Übungen zum Führen des Atems und zum Dehnen des Körpers.
Das Daodejing mit knapp 5000 Schriftzeichen gilt als Gründungsschrift des Daoismus. Neben dem Konfuzianismus und Buddhismus prägte der Daodejing China maßgeblich, auch in der Medizin.
Dao: Weg, Prinzip, Sinn De: Kraft, Leben, Tugend, Güte Jing: Leitfaden
Gemäß dem Leitspruch, der auch aus der ayurvedischen Medizin bekannt ist, "Gesundheit erhalten ist besser als Krankheiten heilen", gibt es im medizinischen Qi Gong eine große Anzahl von Übungsreihen, die dem System Körper-Geist-Seele Stabilität geben und einem Ungleichgewicht vorbeugen.
Ein Beispiel sind Übungen im Einklang mit den 4 Jahreszeiten, die verdeutlichen, wie sehr das Innere und Äußere als sich beeinflussende, ineinander fließende Systeme verstanden werden.
In den Jahrhunderten nach Christi Geburt wurden die Qi Gong-Konzepte zu einer eigenen medizinischen Fachrichtung erhoben, in der gesundheitsfördernd und stabilisierend das Zusammenspiel der Körpersäfte durch Übungen gewährleistet werden sollte.
Zur Praxis dieser Gesundheitsvorsorge gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen.
In den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts wurde der Name Qi Gong von dem Arzt Liu Guizhen verwendet.
Auch im Westen werden Qi Gong Übungen mit den Methoden aus der eigenen therapeutischen Tradition verknüpft. Einfluß nehmen hier zum Beispiel die Bioenergetische Analyse nach Alexander Lowen, die Atemtherapie, das Autogene Training.
Im Jahr 2003 wurde vom chinesischen Sport-Ministerium mit der chinesischen Health QiGong Association (CHQA) diese Gesundheitsförderung neu strukturiert und von der Sport-Universität Peking und medizinischen Fachleuten geprüft und standardisiert. Von über 1000 in Peking angemeldeten Richtungen des Qi Gong wurden nur etwa 100 anerkannt.
Unser Kurs Qi Gong wird von den Krankenkassen mit bis zu 80% Kostenübernahme gefördert. Nach einer praktischen Arbeitszeit von 1 Jahr, kann die Ausbildung zum Kursleiter ermöglicht werden. Die Prüfung zum Kursleiter wird von der Deutschen Qi Gong-Gesellschaft abgenommen.
Kursinhalt
Theorie:
Einführung in die Bewegungs- und Heilkunst
Qi= Energie/Lebenskraft, Gong= Arbeit
Grundlagen des Qigong
Grundzüge des Meridiansystem
Energiefluß (Qi) im Körper, bilden, sammeln und bewahren
wichtigste Begrifflichkeiten und Qigong relevante Akupunkturpunkte
Praxis:
Lernen und Üben des Dantian- Qigong, eine Basisübung
Besprechen des kleinen Energiekreislauf
Praktizieren der Anmo- Massage.
Kursdauer: Wochenendkurs
Samstag und Sonntag 10:00-15:00 Uhr
Arbeitsgruppen
An jedem 2.Freitag intensivieren und vertiefen wir die Übungen aus den Wochenendkursen, steigen weiter in die Theorie und Praxis ein.