Imaginäre Verfahren als Therapieform arbeiten mit Vorstellungen, Phantasien und Träumen. Aufsteigende Bilder, Erinnerungen und Gedanken werden mit verhaltenstherapeutischen Techniken zum Beispiel desensibilisiert oder mit Imaginationen als Oberstufe des Autogenen Trainings wie im Katathymen Bilderleben interpretiert.
Das katathyme Bilderleben oder Symboldrama ist eine standardisierte Therapieform, die von H. Leuner seit etwa 1950 in vielfältigsten Publikationen Einzug in die therapeutische Arbeit gefunden hat.
Diese Technik ist tiefenpsychologisch orientiert insofern, daß unbewußte Antriebe und Konflikte angenommen werden, zum Beispiel Abwehrmechanismen wie Regression und Projektion, traumgestalterische Prozesse wie Verdichtung, Verschiebung und Symbolisierung. Auch Übertragung und Gegenübertragung werden dabei berücksichtigt.
Das fundamentale Grundprinzip des katathymen Bilderlebens ist die Auslösung und Bearbeitung imaginärer Prozesse.
Das katathyme Bilderleben steht zwischen übenden Verfahren und der großen psychoanalytischen Arbeit. Es ist eine Art Kurzzeittherapie von normalerweise zwischen 20 bis 30 Stunden mit bestimmter Abfolge.