
Der Kurs richtet sich an angehende und praktizierende Heilpraktiker/innen, die die Hildegard Heilkunde in ihrer Praxistätigkeit mit einfließen lassen wollen.
Auch für interessierte Laien, die die Hildegard Heilkunde im Familienkreis einsetzen wollen, ist der Kursbesuch empfehlenswert. Im Kurs erlernen Sie die Grundlagen der Heilweisen von Hildegard von Bingen sowie die Heilmittel, die gesund erhalten und Gesundheit wieder herstellen können.
Der Erfolg der Hildegard Medizin besteht in der konsequenten Anwendung der beschriebenen Ernährungs- und Kräuterheilkunde, sowie darin, Seele und Geist gleichwertig in die Therapie mit einzubeziehen.
Theorie:
Praxis:
Hildegard von Bingen beschreibt den Menschen aus den Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde bestehend.
Vom Feuer hat er die Wärme und die Sehkraft, von der Luft den Atem und das Gehör, vom Wasser das Blut und die Beweglichkeit und von der Erde das Fleisch und seinen Gang.
Erde und Mensch gedeihen, wenn die Elemente zur rechten Zeit und in rechtem Maß wirken. Sind diese Elemente nicht im Gleichgewicht, wirken sie auf die inneren Säfte im Körper krankmachend.
Aus dem Feuer wird ein trockenes, aus Feuchte der Luft ein feuchtes, aus dem wässrigen Blut ein schaumiges und aus dem erdhaften Fleisch ein lauwarmes Phlegma angezogen und ausgeschieden.
Wenn eines die Übermacht gewinnt und die anderen in Knechtschaft unterwirft, es selbst dann nicht mehr gemäßigt werden kann durch die anderen, richtet es den Menschen zu Grunde.
Hildegard von Bingen sieht den Menschen selbst allen irdischen und kosmischen Einflüssen und Kräften ausgesetzt und so unterscheidet sich ihre Lehre nicht wesentlich von der antiken Viersäftelehre.
Ihre Diagnostik und Prognostik, die Heilkraft der Steine, spezielle geistige und körperliche Hygiene, Musiktherapie und Diäten, Rezepte, Heilmittel , der Aderlaß und Therapievorschläge sind umfangreich und viele Rezeptierungen entstammen aus der Klostermedizin, sind erprobt und bewährt.
Um die Naturheilverfahren von Hildegard von Bingen therapeutisch anwenden zu dürfen, benötigen Sie die uneingeschränkte Heilerlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz.
Dazu können Sie parallel eine Heilpraktikerausbildung zur Vorbereitung für die Überprüfung beim Gesundheitsamt absolvieren.
Fragen Sie nach unseren Sonderkonditionen, wenn Sie beide Ausbildung an unserer Schule absolvieren möchten.
Im 12. Jahrhundert empfing die Benediktinerin Hildegard von Bingen (1098 – 1179) in einer visionären Schau eine umfassende Heilkunde, die die Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele beschreibt.
Ihre Ratschläge und Rezepte gingen weit über das damalige medizinische Wissen hinaus und sind heute aktueller denn je.
Hildegards Heilwesen beruhen auf der Einsicht, dass die Schöpfung für uns Menschen die Heilmittel immer bereithält!
"Der Mensch ist von Natur aus gesund. Krankheit ist eine Ausnahme", sagt Hildegard. Krank wird nur derjenige, der nicht mehr im Einklang mit Gott und der Natur lebt.
Zur wirklichen Heilung kommt es nur, wenn nicht nur die leibliche, sondern auch die seelische Ganzheit des Menschen Beachtung findet.
Zum Vergleich die Definition für Gesundheit der WHO: "Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und daher weit mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen."
In Hildegards umfassender Lebens- und Heilkunde kann der Einzelne Orientierung bei seinem ganz persönlichen Weg zur Heilung finden. In den 60er Jahren wurde die Hildegard Heilkunde vom Landarzt Dr med Gottfried Hertzka aus Konstanz wiederentdeckt, die Hildegard Rezepturen wurden von ihm und der Apothekerin Ellen Breindl erprobt und so der Grundstein für eine abendländische Heilkunde gelegt.
Seit einigen Jahren wird Hildegard-Medizin als Naturheilverfahren durchgeführt. Viele Menschen richten sich nach den Empfehlungen und Anweisungen, die Hildegard von Bingen vor über 800 Jahren gegeben hat und erfahren erstaunliche positive Veränderungen in ihrem körperlichen und seelischen Befinden.
Hildegard von Bingen - wer war sie?
Hildegard v. Bingen wurde 1098 als 10. Kind des Edelfreien Hildebert v. Bermersheim und seiner Frau Mechthild in Bermersheim bei Alzey in Rheinhessen geboren
Um 1113 legt sie die ewigen Gelübde ab und wird Benediktinerin.
Nach dem Tod ihrer Erzieherin der Gräfin Jutta von Sponheim im Jahre 1136 wird Hildegard einstimmig zur Äbtissin gewählt. Aufgrund des immer größer werdenden Konvents verlegt sie elf Jahre später das Kloster auf den Rupertsberg bei Bingen.
Hildegard berichtet, dass sie seit Kindheitstagen an die Gabe der Schau oder Vision hatte, ohne dass es ihr noch anderen bekannt war. Diese Visionen begannen immer mehr eine außerordentliche Rolle in ihrem Leben zu spielen und wurden schließlich ihr Lebenswerk.
In zehnjähriger Schreibarbeit entstand ihr erstes grosses Werk SCIVIAS (Wisse die Wege).
Bei der Sysnode (1147) von Trier las Papst Eugen III. aus diesem Werk vor.
Ihre naturheilkundlichen Schriften sind : Liber simplicis medicinae (Physica) und das Werk Liber compositae medicinae (Causae et Curae), sowie das zweite Hauptwerk, Liber vitae meritorum - eine Moral- und Tugendlehre.
In dieser Schreibepoche unternimmt Hildegard mehrere Predigtreisen und ergreift dabei in "wortgewaltigen Predigten öffentlich das Wort", was für eine Frau ihrer Zeit äusserst ungewöhnlich ist.
Mehrfach trifft sie mit Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" zusammen, der ihrem Kloster 1163 einen Schutzbrief ausstellt.
Der dritte Teil der großen Visionstrilogie, das Werk Liber Divinorum Operum, eine Kosmologie, in der Hildegard den Bau des Universums schaut, entsteht von 1163 - 1173/4.
Das Gesamtwerk umfasst auch noch einige kleinere theologische und hagiographische Schriften: Explanatio Regulae S. Benedicti, Vita Sancti Disibodi, Vita Sancti Ruperti, Explanatio symboli Sancti Athanasii ad congregationem sororum suarum Expositio evangeliorum, Solutiones triginta octo questionum.
Ihre musikalischen Werke sind: das Singspiel Ordo virtutum, und die 77 Carmina (Lieder) der Symphonia caelestium revelationum, die über 300 Briefe enthaltene Epistolae und die bis heute nicht entzifferte Geheimschrift: Lingua ignota bzw die 25 Geheimzeichen, die Litterae ingotae. Eine Dechiffrierung könnte aller Voraussicht nach zu einem völlig neuen Weltbild führen, weil in diesem Code der göttliche Plan für den Aufbau der Welt vermutet wird.
Hildegard starb am 17. September 1179 im Alter von 81 Jahren. Die zahlreichen Ehrentitel wie Prophetissa teutonica, Wisserin höchster Geheimnisse usw. gipfeln in der Aussage des Kirchengeschichtlers Ignaz v. Döllinger, Hildegard sei eine in der Geschichte einzig und unerreicht dastehende Erscheinung.
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Diese Bildungsprämie ist nicht zu verwechseln und steht nicht im Zusammenhang mit dem Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit. Ziel der Bildungsprämie bzw. des Prämiengutscheins ist es, Arbeitnehmer/innen zur Weiterbildung zu mobilisieren.
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Quelle: www.bildungspraemie.info
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2 Wochenenden
Samstag, Sonntag 10 - 16 Uhr
03.03./04.03.2012
24.03./25.03.2012
Stand 25.01.2012